Schreiben an die Fraktionen

ABSENDER xxx

 

An die Fraktionen des Kreistages

 

 

 

 

Fraktion der

 

 

 

22.03.2017

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit meinen bald 60 Jahren kann ich mich noch an Zeiten erinnern, die Ihnen vielleicht nicht persönlich bekannt sind.

Während meiner Kindheit hatten die Mütter im Durchschnitt mehr Kinder, als das heute üblich ist.  Gleichzeitig gab es damals noch keine U3-Betreuung, Kinder waren im Durchschnitt wesentlich weniger Stunden im Kindergarten und eine Nachmittagsbetreuung in den Schulen gab es auch nicht.

Im Verhältnis zu damals haben Mütter heute doch paradiesische Zustände, oder nicht?

Kindererziehung müsste doch heute das reinste Zuckerschlecken sein.

Es gibt aber Zahlen, die mich nicht nur verwundern, sondern das genaue Gegenteil erwarten lassen. Ich nehme nur mal die Zeiten zwischen 2004 und 2015.

2004 wurden von den Jugendämtern ca. 25.000 Kinder jährlich in Obhut genommen.  2015 waren es dann schon fast 80.000 Kinder. Wie kann das sein, was läuft da verkehrt?

Wenn man es sich leicht macht, dann behauptet man einfach, dass es 2015 viele minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge gab, aber selbst wenn wir die Zahlen aus 2014 nehmen, damals gab es jährlich noch ca. 55.000 Inobhutnahmen und keine große Menge an minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen, haben sich die Inobhutnahmen mehr als verdoppelt. Statistisch entvölkern die Jugendämter in einem Jahr ganz locker eine Stadt wie Kleve. Wie kann das sein, wie ist das zu erklären, wenn Kindererziehung heute doch für Mütter so einfach sein müsste wie noch nie?

Viele Eltern sprechen von Kinderklau, es häufen sich die Berichte von behördlicher Willkür. Jugendämter scheinen Gesetze und Gerichtsurteile regelmäßig zu missachten, und ganz vorne mit dabei ist der Kreis Kleve.

Haben Sie sich mal Gedanken gemacht, wieso es so erhebliche regionale Unterschiede gibt? Das kann doch nun wirklich nicht nur an den Eltern liegen, hier drängt sich doch förmlich der Verdacht auf, dass das an den Jugendämtern und deren Mitarbeitern liegen muss.

Wieso sollte es erforderlich sein, dass eine Stadt wie Lünen (ca. 87.000 Einwohner) in einem Jahr 19 Kinder sogar im Ausland unterbringen muss, weil man für diese Kinder angeblich niemand mehr in Deutschland findet, während man in Gelsenkirchen (ca. 250-260.000 Einwohner) nicht ein einziges Kind im Ausland unterbringen musste. Statistisch hätten es ja mindestens 50 Kinder sein müssen, wenn man es mit Lünen vergleicht.

Wie hoch sind im Kreis Kleve die Inobhutnahmen im Verhältnis zu jeweils 1.000 Kindern? Mir liegen hier keine verlässlichen Zahlen vor, aber der Kreis dürfte hier deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt liegen.

Woran könnte das wohl liegen? Wir sind uns doch hoffentlich einig, dass das nichts mit der Nähe zu den holländischen Tomaten zu tun haben kann. Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass der Kreis Kleve hauptsächlich Horroreltern beheimatet. Damit rückt natürlich das Jugendamt in das Visier.

Sie erhalten als Anlage ein Schreiben bezüglich Frau Katja Warnke, die genau bestätigen, dass beim Kreisjugendamt einiges im Argen liegen dürfte. Bitte kümmern Sie sich darum. Es geht hier nicht um irgendwelche Sachen, sondern um Menschen, Familien, Mütter und Kinder, denen lt. unserem Grundgesetz der besondere Schutz der staatlichen Ordnung zusteht.

Der staatlichen Ordnung, nicht der behördlichen Willkür!

Beim Jugendamt des Kreises scheint ja einiges sehr „einfach“ zu sein.

 

Wann ist man lt. Kreisjugendamt Alkoholikerin?

Wenn Frau Warnke eine rote Nase hat, dann ist sie natürlich für das Jugendamt gleich besoffen und eine Alkoholikerin. Das man dazu aber auch Alkohol trinken müsste, hat sich zu der etwas einfach gestrickten Mitarbeiterin des Jugendamts vermutlich noch nicht herumgesprochen. Auch nicht, dass es auch andere Gründe für eine rote Nase geben könnte.

 

Wann ist man lt. Kreisjugendamt paranoid oder psychisch krank?

Wenn sich eine Frau nur leicht bekleidet in ihrer eigenen Wohnung aufhält, dann bedeutet dies für das Jugendamt, dass die Frau verwirrt sein soll.

Und jetzt fordert der Leiter des Jugendamts auch noch eine Ordnungsstrafe gegen die Mutter, weil der Vater des Kindes nicht zu Umgängen mit seinem Kind bereit ist. Da drängt sich mir doch gleich die Frage auf, wer hier eigentlich paranoid sein könnte?

Über diesen Jugendamtsskandal hat auch schon die örtliche Presse (RP) mehrfach berichtet. Ich werde dieses Schreiben weiteren Pressevertretern zukommen lassen, denn hier deutet doch einiges darauf hin, dass man Frau Warnke völlig zu Unrecht ihre beiden Kinder weggenommen hatte bzw. bezüglich dem Kleinkind noch immer weggenommen hat. Bei Frau Warnke und ihren Kinder lag niemals eine Kindeswohlgefährdung vor.

Auch der erfahrene Umgangspfleger bestätigt der Mutter, die eine studierte Pädagogin ist und schon selbst ein Pflegekind bei sich aufgenommen hatte, dass sie bei den wöchentlichen Umgängen regelmäßig fürsorglich und liebevoll mit ihrem Kind umgeht. Deshalb wird es Zeit, dass dieser Skandal endlich beendet wird, denn es geht hier um Kinder. Die völlig überforderten Mitarbeiter des Jugendamtes müssen mal endlich in ihre Schranken verwiesen werden. Ihre Aufgabe ist es, Kinder zu fördern und nicht Familien zu zerstören.

Gerne können Sie mit Frau Warnke, ihren Eltern Prof. Ernst Peter und Gudrun Warnke oder auch mit mir Kontakt aufnehmen, wenn Sie noch Fragen oder eine positive Nachricht haben.

Ich selbst bin übrigens seit langen Jahren parteilos. In anderen Fällen gab es eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der CDU, DIE LINKE und auch der FDP. Ich freue mich aber auch, wenn sich andere Parteien dem Thema annehmen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

XXX

 

ANLAGE:

Schreiben an den Kreis Kleve vom 21.3.2017

https://schreibenan.wordpress.com/2017/03/21/schreiben-an-den-kreis/